Bei einer reinen Großkreisroute kann der Kurs in sehr hohe Breiten führen. Wenn diese Breiten aus navigatorischen oder meteorologischen Gründen vermieden werden sollen, wird Mischsegeln geplant:
- Großkreis von A bis zur zulässigen Grenzbreite φMAX
- ein loxodromischer Abschnitt auf dem Breitenparallel
- Großkreis von dort bis zum Bestimmungsort B

Meridianschnitte der Grenzbreite
Zunächst werden die Punkte X und Y bestimmt, an denen die Route die Grenzbreite erreicht bzw. wieder verlässt.
Für den Abschnitt von A nach X:
ΔλAX=arccos(tan(φMAX)tan(φA))
λX=λA±ΔλAX
Für den Abschnitt von Y nach B:
ΔλYB=arccos(tan(φMAX)tan(φB))
λY=λB±ΔλYB
Großkreiswinkel und Distanzen
Die Winkel auf den beiden Großkreisbögen lauten:
Δσ1=arccos(sin(φMAX)sin(φA))
Δσ2=arccos(sin(φMAX)sin(φB))
Die zugehörigen Distanzen in Seemeilen:
dGK=Δσ⋅60
Breitenparalleler Abschnitt
Die Distanz zwischen X und Y auf der Grenzbreite ergibt sich zu:
dXY=(ΔλAB−ΔλAX−ΔλYB)⋅cos(φMAX)
Die Gesamtdistanz ist:
dGesamt=dGK1+dXY+dGK2
Anfangs- und Endkurse der Mischroute
Für die Großkreisstücke werden Anfangs- und Endkurse mit
α=arcsin(cos(φA)cos(φMAX))
und
β=arcsin(cos(φB)cos(φMAX))
bestimmt.
Auf Nordbreite gilt:
- östliche Richtung:
- αAK=α
- αEK=180∘−β
- westliche Richtung:
- αAK=360∘−α
- αEK=180∘+β
Auf Südbreite verschieben sich die Vorzeichen entsprechend.
Dieses Verfahren erlaubt es, die Vorteile der Großkreisfahrt weitgehend zu nutzen und gleichzeitig eine ungewünschte maximale Breite sicher nicht zu überschreiten.